| August 1997: 130qm - eine alte Halle im
Industriegebiet Plagwitz: wir entwerfen,
drucken, renovieren und sind eine Zeit
lang ständiger Kunde im Baumarkt,
4 Wochen später ist alles fertig, Einzug
ins Paradies? Wir fühlen uns wie kleine
Könige, Ritschi beginnt seine Druckerlehre, gemeinsam wachsen wir in der
Wachsmuthstraße 3; die jungen Leute
sind tagsüber in der Schule, Nachmittags
in der Firma und Tochter Karin wird
"Bester Sächsischer Jungfacharbeiter"
1999 haben sich Umsatz und Arbeit ver-
doppelt: die Nachfrage an mehrfarbigen
Druckerzeugnissen steigt - nachts träumen wir von einer größeren Druckmaschine und größeren Räumen; im
Oktober 1999 investieren wir 250.000 DM
in eine Druckmaschine von MAN;
4. Oktober 1999: Schwerlasttransport
mit knapp fünf Tonnen bis in die zweite
Etage im Gewerbezentrum Weißenfelser
Straße, Gott sei Dank hält der Aufzug;
die Druckerei zieht wieder einmal um;
aus Grünauer Druck wird das druckwerk;
Ängste - müssen wir draußen lassen,
Angst hemmt; am 26. Oktober 1999
gegen 14.00 Uhr verbindet Sohn Ritschi
seiner Mutter in ihrem Büro die Augen,
die Mitarbeiter bringen / verfrachten sie
gewaltsam in den Fahrstuhl und dann ins
Auto, die Chefin ist wütend, will nicht in
den Urlaub, was sie nicht weiß: sie soll
es auch gar nicht, um 15.00 Uhr schenken
die Mitarbeiter ihr auf einem Flugplatz
den Fallschirmsprung, an die Firma denkt
sie nun nicht mehr, aber sie springt aus
4.000 Metern und erlebt 65 Sekunden
im freien Fall, Landung geglückt -
wie im Leben ...
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